Ein Crossbike für meinen Rollstuhl, ein weiterer Schritt zur Unabhängigkeit
Möchte endlich mehr Freiheit im Alltag haben nach dem ich vor 9 Jahren nach einer Meningitis in den Rollstuhl gekommen bin.
Manchmal verändert sich das ganze Leben innerhalb weniger Wochen. Und manchmal braucht es unglaublich viel Kraft, Mut und Willen, um sich dieses Leben zurückzuerkämpfen.
Ich möchte euch heute von meinem persönlichen Weg erzählen und euch gleichzeitig um Unterstützung bitten, um mir einen lang ersehnten Traum zu erfüllen: Ich möchte mir ein Crossbike für meinen Rollstuhl ermöglichen.
Seit inzwischen neun Jahren sitze ich im Rollstuhl. Mein Leben hat sich im Oktober 2017 von einem auf den anderen Moment grundlegend verändert. Damals erkrankte ich an einer schweren Meningitis, die leider zu spät erkannt wurde. Es handelte sich um eine Autoimmunerkrankung, die mein Rückenmark angegriffen und dadurch schwerwiegende Folgen für mein Leben hinterlassen hat. Seitdem bin ich auf meinen Rollstuhl angewiesen.
Doch auch wenn mir das Leben eine schwere Prüfung auferlegt hat, habe ich mich entschieden, nicht aufzugeben.
Ich habe gelernt, dass man nicht immer beeinflussen kann, was einem im Leben passiert. Aber man kann beeinflussen, wie man damit umgeht. Natürlich gibt es Tage, an denen es schwer ist. Tage, an denen die vielen Hürden und Einschränkungen besonders deutlich werden. Aber ich versuche jeden Tag, nach vorne zu schauen, positiv zu bleiben und das Beste aus meinem Leben zu machen.
Ich bin trotz meiner Einschränkungen viel unterwegs und möchte mein Leben so aktiv und selbstbestimmt wie möglich gestalten. Ich möchte rausgehen, die Natur erleben, neue Orte entdecken und vor allem gemeinsam mit meiner Tochter schöne Erinnerungen sammeln.
Meine Tochter ist dabei mein größter Antrieb.
Unsere Verbindung ist etwas ganz Besonderes und unsere gemeinsame Geschichte wird uns für immer miteinander verbinden.
Als ich schwer erkrankte, lag ich insgesamt etwa 3,5 Wochen im Koma. Die Ärzte wussten lange nicht, ob ich es schaffen würde. Es gab keine Gewissheit, dass ich wieder aufwachen und ins Leben zurückkehren würde.
Doch dann geschah etwas, das für mich bis heute wie ein kleines Wunder ist:
Am Tag der Geburt meiner Tochter bin ich wieder aus dem Koma erwacht.
Nach all den schweren Tagen, nach der Ungewissheit und dem Kampf ums Überleben bekam mein Leben eine neue Richtung. Seit dem 01.12.2017 bin ich wieder zurück im Leben. Seit diesem Tag kämpfe ich jeden einzelnen Tag weiter.
Ich kämpfe nicht nur für mich.
Ich kämpfe auch für meine Tochter.
Ich möchte ihr zeigen, dass das Leben manchmal unglaublich schwer sein kann. Dass es Rückschläge gibt. Dass es Momente gibt, in denen man nicht weiß, wie es weitergehen soll. Aber ich möchte ihr auch zeigen, dass man niemals aufgeben sollte.
Ich möchte ihr vorleben, dass man mit Willenskraft, Mut und einem starken Herzen unglaublich viel erreichen kann.
Ich bin kein perfekter Vater. Aber ich bin ein Vater mit ganz viel Willenskraft, Liebe und Herz.
Und genau deshalb möchte ich mir einen Traum erfüllen, der für viele vielleicht zunächst nur wie ein Fahrrad aussieht, für mich aber so viel mehr bedeutet.
Mein Wunsch ist es, ein Crossbike für meinen Rollstuhl zu kaufen.
Ein solches Crossbike würde mir ein Stück Freiheit und Unabhängigkeit zurückgeben. Es würde mir ermöglichen, gemeinsam mit meiner Tochter und anderen Menschen aktiver unterwegs zu sein und Wege zu nutzen, die mit einem normalen Rollstuhl oft nicht oder nur sehr schwer zu bewältigen sind.
Für mich bedeutet dieses Crossbike nicht einfach nur ein Sportgerät.
Es bedeutet Freiheit.
Es bedeutet Mobilität.
Es bedeutet Teilhabe.
Es bedeutet, meiner Tochter noch mehr von der Welt zeigen und mit ihr gemeinsam neue Wege gehen zu können.
Es bedeutet, meiner Erkrankung und meinen Einschränkungen ein Stück weit entgegenzutreten und mir selbst zu beweisen, dass ich trotz allem noch Träume haben und diese verwirklichen darf.
Ich möchte weiterhin aktiv sein. Ich möchte die Natur genießen, unterwegs sein, neue Erfahrungen sammeln und meinem Leben so viele schöne Momente wie möglich geben.
Vor allem aber möchte ich gemeinsam mit meiner Tochter Erinnerungen schaffen, die uns niemand nehmen kann.
Jeder Kilometer, den wir gemeinsam zurücklegen, jede Tour, jedes Lachen und jeder neue Ort wäre für mich ein kleines Stück gewonnene Freiheit.
Leider ist ein solches Crossbike für mich finanziell nicht einfach zu stemmen. Deshalb habe ich mich dazu entschlossen, meine Geschichte mit euch zu teilen und um eure Unterstützung zu bitten.
Vielleicht könnt ihr mir helfen, meinen lang ersehnten Traum Wirklichkeit werden zu lassen.
Dabei spielt es keine Rolle, wie groß oder klein eine Spende ist. Jeder einzelne Euro hilft mir dabei, meinem Ziel ein Stück näherzukommen. Und auch wenn ihr selbst nicht spenden könnt, hilft es mir unglaublich, wenn ihr meine Spendenaktion mit euren Freunden, eurer Familie oder in den sozialen Medien teilt.
Denn manchmal braucht es nicht viel, um einem Menschen Hoffnung zu schenken.
Vielleicht ist eure Unterstützung genau das kleine Stück, das mir noch fehlt, um meinen Traum wahr werden zu lassen.
Ich weiß, dass ich in meinem Leben schon sehr viel durchmachen musste. Ich habe einen schweren Kampf überlebt, lag wochenlang im Koma, bin mit den Folgen einer schweren Erkrankung aufgewacht und musste lernen, mein Leben im Rollstuhl neu zu gestalten.
Aber ich bin noch hier.
Ich bin zurück im Leben.
Und ich möchte dieses Leben leben.
Nicht irgendwann. Nicht später. Sondern jetzt.
Ich möchte meiner Tochter weiterhin zeigen, dass man niemals aufgeben sollte. Dass man auch nach den schlimmsten Schicksalsschlägen wieder aufstehen kann. Vielleicht nicht immer so, wie man früher aufgestanden ist – aber auf seine eigene Art und Weise.
Mein Rollstuhl ist heute ein Teil meines Lebens. Aber er bestimmt nicht, wer ich bin.
Ich bin Vater.
Ich bin Kämpfer.
Ich bin ein Mensch mit Träumen, Hoffnungen und Zielen.
Und ich möchte gemeinsam mit meiner Tochter noch viele Wege gehen.
Vielleicht könnt ihr mir dabei helfen, diese Wege ein kleines Stück weiter zu machen.
Von ganzem Herzen möchte ich mich bei jedem bedanken, der mich unterstützt – ganz egal, ob durch eine Spende, durch das Teilen meiner Geschichte oder einfach durch ein paar liebe Worte.
Jede Unterstützung bedeutet mir mehr, als ich in Worte fassen kann.
Danke, dass ihr euch die Zeit genommen habt, meine Geschichte zu lesen. Danke, dass ihr an mich glaubt. Und danke an jeden Menschen, der mir dabei hilft, meinen lang ersehnten Traum von mehr Freiheit und Mobilität zu verwirklichen.
Gemeinsam können wir vielleicht etwas möglich machen, von dem ich schon so lange träume.
