Ich möchte nicht viel... nur wieder Boden unter den Füßen
Nach einem schweren Jahr kämpfe ich darum, mein Zuhause zu bewahren und wieder Boden unter den Füßen zu finden.
❤️ Ich bitte nicht um ein leichteres Leben. Ich bitte um die Chance, meines nicht zu verlieren.
Es fällt mir schwer, diese Zeilen zu schreiben. Sehr schwer.
Denn es gibt Dinge, über die man nicht gerne spricht, wenn man sein ganzes Leben lang versucht hat, stark zu sein. Wenn man gelernt hat, Probleme selbst zu lösen, Verantwortung zu tragen und für andere da zu sein, selbst wenn man selbst kaum noch Kraft hat.
Ich habe lange geglaubt, irgendwie wird es schon weitergehen. Bis irgendwann der Moment kommt, in dem man merkt: „Irgendwie weitermachen“ reicht alleine nicht mehr.
Ich bin an diesem Punkt angekommen.
Und deshalb tue ich heute etwas, das mir unglaublich schwerfällt:
Ich bitte um Hilfe.
Nicht, weil ich aufgegeben habe, sondern weil ich noch immer kämpfe – vielleicht mehr als je zuvor.
❤️ DIESES JAHR HAT MIR MEHR ABVERLANGT, ALS ICH JEMALS FÜR MÖGLICH GEHALTEN HÄTTE
Schon bevor dieses Jahr begann, war mein Leben gesundheitlich nicht unbelastet.
Ich lebe mit PTBS und ADHS. Ich hatte gelernt, damit umzugehen, Verantwortung zu übernehmen und mich immer wieder aufzurappeln. Ich hatte mir mein Leben aufgebaut. Nicht perfekt, aber meines.
Dann kam dieses Jahr – und plötzlich begann etwas nach dem anderen wegzubrechen.
❤️ ANFANG DIESES JAHRES HATTE ICH ALS MUTTER PLÖTZLICH NUR NOCH ANGST UM DAS LEBEN MEINES KINDES
Mein Sohn unternahm einen Suizidversuch.
Ich glaube, es gibt kaum einen Schmerz, den man einem Menschen erklären kann, der so etwas nicht selbst erlebt hat.
Wenn das eigene Kind leidet, leidet man nicht einfach nur „mit“. Ein Teil von einem selbst scheint plötzlich mit diesem Kind in demselben dunklen Raum zu stehen.
Von einem Moment auf den anderen war alles andere unwichtig. Es gab nur noch ihn, mein Kind – und die Angst, ihn verlieren zu können.
Nach seinem Suizidversuch verbrachte er etwa zwei Monate in geschützter stationärer Betreuung.
Zwei Monate voller Angst, Hoffen und Fragen: Wird er wieder glücklich und sicher sein? Wird die Hilfe ausreichen? Kann ich genug tun?
Und wie jede Mutter hätte ich alles getan – meine letzten Kräfte, Reserven, Zeit und Energie, wenn ich dadurch nur hätte verhindern können, dass mein Kind noch einmal so tief fallen muss.
❤️ DANN KAM DIE ENTSCHEIDUNG, DIE MIR ALS MUTTER DAS HERZ GEBROCHEN HAT
Irgendwann musste ich etwas erkennen, das für eine Mutter beinahe unerträglich ist:
Ich konnte ihn alleine nicht so schützen, wie ich es mir für mein Kind gewünscht hätte.
Ich hätte alles für ihn getan, musste aber erkennen, dass Liebe allein nicht immer ausreicht.
Manchmal bedeutet Liebe auch, etwas zu tun, das einem selbst das Herz bricht, weil ein Mensch Sicherheit, Stabilität und professionelle Unterstützung braucht, die man nicht mehr alleine geben kann.
Ich musste eine Entscheidung für sein Wohlergehen und seine Sicherheit treffen, damit er die Unterstützung bekommt, die er braucht, um wieder Stabilität und irgendwann wieder Glück zu finden.
Diese Entscheidung fühlte sich für mich wie ein Stück meines eigenen Herzens an.
Es war die schwerste und schmerzvollste Entscheidung meines Lebens.
Sie ist nicht vorbei und tut noch immer weh.
Denn der Verstand weiß vielleicht, dass eine Entscheidung aus Liebe getroffen wurde – das Herz einer Mutter versteht es nicht immer so einfach.
Ein Teil von mir wird wahrscheinlich immer fragen: Hätte ich mehr tun oder etwas anders machen können? War ich genug? Habe ich ihn ausreichend geschützt? Wird er glücklich sein?
Und trotzdem weiß ich, warum ich diese Entscheidung getroffen habe:
Aus Liebe zu meinem Kind.
❤️ UND WÄHREND MEIN HERZ NOCH MIT ALL DEM BESCHÄFTIGT WAR, VERÄNDERTE SICH AUCH MEIN EIGENES LEBEN
Nach meiner Operation traten neurologische Beschwerden auf, die ich vorher nicht hatte.
Seitdem ist vieles anders: Mein Körper, mein Denken, meine Kommunikation und mein Alltag.
Ich kämpfe seitdem mit Gedächtnisverlusten, Denkausfällen, visuellen Störungen, Aphasie und einer weit fortgeschrittenen Agraphie.
Dazu kommen eine Stimmbandlähmung, anhaltende Nackenschmerzen, Ohrgeräusche beziehungsweise Ohrpfeifen und immer wieder starkes Herzrasen.
Zusätzlich kam es nach der Operation zu einer Thrombose.
Und neben den Beschwerden bleibt die Ungewissheit: Was ist passiert? Warum sind sie aufgetreten? Was ist die Ursache? Was kann dagegen getan werden?
Ich möchte niemanden vorschnell beschuldigen und keinen Streit.
Ich möchte einfach Antworten.
Ich möchte verstehen, was passiert ist und wissen, was ich tun kann, damit es mir wieder besser geht.
❤️ MEINE APHASIE UND AGRAPHE HABEN MIR ETWAS GENOMMEN, DAS FRÜHER SELBSTVERSTÄNDLICH WAR
Ich weiß häufig genau, was ich sagen möchte, kann es aber nicht zuverlässig sagen oder schreiben.
Meine Aphasie beeinträchtigt meine Sprache und Ausdrucksfähigkeit. Meine weit fortgeschrittene Agraphie erschwert meine schriftliche Kommunikation so stark, dass ich teilweise nicht einmal einen einfachen Satz fehlerfrei und verständlich formulieren kann.
Gedanken können in meinem Kopf vollkommen klar sein und trotzdem nicht richtig auf dem Papier ankommen: Wörter fehlen, Sätze zerfallen, Formulierungen geraten durcheinander.
Ich kann wissen, was ich sagen möchte – und es trotzdem nicht selbst verständlich aufschreiben können.
Deshalb bin ich bei wichtigen schriftlichen Dingen inzwischen kaum noch ohne Unterstützung einer KI handlungsfähig.
Eine E-Mail, ein Antrag, ein Schreiben an ein Krankenhaus oder eine Behörde kann mich heute Stunden kosten.
Die KI ist für mich kein Luxus und keine Bequemlichkeit.
Sie ist zu einem Hilfsmittel geworden, mit dem ich versuche, meine eigene Stimme schriftlich überhaupt noch nach außen zu bringen.
Sie erfindet nichts, sondern hilft mir, meine eigenen Gedanken verständlich nach außen zu bringen.
❤️ UND AUSGERECHNET JETZT MUSS ICH DARUM KÄMPFEN, GEHÖRT UND ERNST GENOMMEN ZU WERDEN
Seit meiner Operation versuche ich, Antworten zu bekommen.
Ich möchte medizinische Klarheit.
Dafür muss ich mich weitgehend selbst um die Aufklärung kümmern.
Ich muss beim Krankenhaus um Unterlagen und meine vollständige Dokumentation kämpfen.
Ich muss Vorgänge rekonstruieren, schreiben, nachfragen, dokumentieren und Unterlagen zusammentragen – immer wieder.
Seit August werde ich dabei immer wieder vertröstet; bis heute fehlen mir Unterlagen, um die ich mich bemühe.
Das ist für mich unglaublich belastend. Ich möchte verstehen, was mit mir passiert ist und was hinter meinen Beschwerden steckt.
Und vor allem möchte ich wissen, was ich tun kann, damit es mir wieder besser geht.
Dafür muss ich immer wieder die Kraft aufbringen, die mir mein Gesundheitszustand zunehmend nimmt.
Ich kämpfe darum, gehört zu werden.
Ich kämpfe darum, ernst genommen zu werden.
Ich kämpfe darum, Antworten zu bekommen.
❤️ UND GLEICHZEITIG BIN ICH BEI VIELEN DINGEN WEITGEHEND AUF MICH ALLEIN GESTELLT
Anträge, Formulare, Unterlagen, Behörden, Fristen, Schreiben, Dokumentationen, Kommunikation.
Immer wieder erklären, zusammensuchen und verständlich machen.
Dabei fehlt mir leider auch die Möglichkeit, auf familiäre Unterstützung zurückzugreifen.
Ich kann nicht jemanden aus meiner Familie anrufen und sagen:
„Bitte übernimm das für mich. Ich kann gerade nicht mehr.“
Diese Unterstützung habe ich leider nicht.
So muss ich Dinge, die schon einen gesunden Menschen viel Kraft kosten, trotz meiner Einschränkungen weitgehend alleine bewältigen.
Es ist ein Kreislauf:
Ich brauche Hilfe, um meine Situation zu bewältigen – aber mein gesundheitlicher Zustand erschwert es mir gleichzeitig, diese Hilfe selbst zu organisieren.
❤️ UND WÄHREND ICH UM MEINE GESUNDHEIT KÄMPFE, IST AUCH MEINE FINANZIELLE SITUATION IMMER WEITER ESKALIERT
Ich bin derzeit aus gesundheitlichen Gründen nicht arbeitsfähig.
Ich lebe von maximal etwa 1.200 € monatlich aus Notstandshilfe beziehungsweise Krankengeld.
Davon gehen ungefähr 700 € für meine Miete und 150 € für Strom weg.
Dazu kommen etwa 50–100 € für notwendige öffentliche Verkehrsmittel, Lebensmittel und andere Lebenshaltungskosten.
Es bleibt kaum etwas.
Dann kam vor einigen Monaten zusätzlich eine unerwartete finanzielle Situation hinzu, und irgendwann konnte ich meine laufenden Verpflichtungen nicht mehr vollständig erfüllen.
So entstanden Miet- und Energieschulden über mehrere Monate.
Inzwischen ist daraus eine existenzielle Bedrohung geworden: Mir wurde die Kündigung meiner Wohnung und eine Stromabschaltung angekündigt.
Teilweise habe ich inzwischen nicht einmal mehr genug Geld für Lebensmittel.
Es tut weh, diesen Satz zu schreiben.
Denn irgendwann geht es nicht mehr um Verzicht, sondern darum, ob man weiß, wie man die nächsten Tage überstehen soll.
❤️ MEINE WOHNUNG IST FÜR MICH NICHT EINFACH NUR EINE ADRESSE
Sie ist mein Zuhause.
Der Ort, an dem ich nach allem, was passiert ist, wieder zu mir zu finden versuche – mit meinen Schmerzen, meiner Angst und meiner Erschöpfung.
Hier versuche ich, Kraft zu finden, gesund zu werden und mein Leben wieder zusammenzusetzen.
Und genau diesen Ort drohe ich jetzt zu verlieren.
Das macht mir große Angst.
Denn ich weiß nicht, wie ich all das noch auffangen soll, wenn mir auch noch mein Zuhause genommen wird.
❤️ DESHALB BITTE ICH JETZT UM HILFE
Ich bitte nicht um Luxus, Urlaub, ein neues Auto oder ein bequemeres Leben.
Ich möchte nur die Möglichkeit haben, mein eigenes Leben zu halten.
Ich möchte mein Zuhause behalten, Strom haben, Lebensmittel kaufen können, meine medizinische Aufklärung weiterführen und mich stabilisieren können.
Mein dringendstes Ziel ist deshalb, Miet- und Energieschulden zu begleichen und Wohnung und Stromversorgung zu sichern.
Darüber hinaus brauche ich Unterstützung für Lebensmittel und grundlegende Ausgaben, bis sich meine Situation stabilisiert.
❤️ ICH MÖCHTE IRGENDWANN WIEDER AUF EIGENEN BEINEN STEHEN
Ich möchte nicht für immer auf Unterstützung angewiesen sein. Ich möchte wieder arbeiten, selbstständig sein, meinen Alltag bewältigen, schreiben und kommunizieren können.
Ich möchte endlich medizinische Antworten bekommen.
Ich möchte wissen, was mit mir passiert ist und wie ich wieder gesund werden kann.
Und ich möchte irgendwann morgens aufwachen und nicht als Erstes denken müssen:
„Wie soll ich das alles schaffen?“
❤️ ICH HABE SO LANGE VERSUCHT, STARK ZU SEIN
Für meinen Sohn.
Für mich.
Für mein Leben.
Für meine Zukunft.
Ich habe versucht, gesundheitliche Probleme auszuhalten, Antworten und Unterlagen zu bekommen, Behördenwege zu bewältigen und trotz Aphasie, Agraphie, Gedächtnisproblemen und Denkausfällen weiter meinen Alltag zu organisieren.
Und ich habe versucht, nach einer Entscheidung weiterzuleben, die mir als Mutter das Herz gebrochen hat.
Aber ich bin müde.
Nicht vom Leben.
Sondern davon, ständig kämpfen zu müssen.
Um Hilfe.
Um Antworten.
Um Unterlagen.
Um Aufklärung.
Um Gehör.
Um Ernstgenommenwerden.
Um Sicherheit.
Und jetzt darum, mein Zuhause zu behalten.
❤️ VIELLEICHT KANN AUS VIELEN KLEINEN HILFEN ETWAS GROSSES ENTSTEHEN
Vielleicht sind es 5 €, 10 €, 20 € oder mehr – vielleicht kannst du selbst nichts geben.
Dann hilft es mir auch, wenn du meine Geschichte weitergibst.
Keine Hilfe ist für mich selbstverständlich – nicht eine Spende, ein Euro, ein Cent, ein Teilen oder ein liebevolles Wort.
Wenn jemand mir 5 € schenkt, sehe ich nicht einfach 5 €.
Ich sehe den Menschen dahinter.
Einen Menschen, der vielleicht selbst Sorgen hat und sich trotzdem entscheidet, einem anderen Menschen etwas von dem zu geben, was er selbst besitzt.
Für mich ist deshalb nicht die Zahl das Entscheidende.
Es ist die Haltung dahinter.
Die Empathie.
Die Menschlichkeit.
Die Bereitschaft, einem fremden Menschen in einem schweren Moment ein kleines Stück Hoffnung zu schenken.
Deshalb bin ich für jeden einzelnen Cent, jeden Euro und jeden Betrag dankbar – ganz egal, wie klein oder groß er sein mag.
Ebenso dankbar bin ich für jedes Teilen und jedes liebevolle Wort – für jedes „Du schaffst das“, „Ich sehe dich“ oder „Du bist nicht alleine“.
Manchmal kann ein Mensch kein Geld geben, aber einem anderen für einen Moment das Gefühl geben:
„Du bist nicht unsichtbar.“
Auch das ist für mich Hilfe.
❤️ ICH MÖCHTE NICHT GERETTET WERDEN. ICH MÖCHTE WIEDER EINE CHANCE BEKOMMEN.
Ich möchte mein Zuhause behalten, Strom und genug zu essen haben, medizinische Antworten bekommen, gehört und ernst genommen werden, mich stabilisieren und irgendwann wieder selbst für mich sorgen können.
Ich wünsche mir keine dauerhafte Abhängigkeit, sondern nur ein wenig Luft, Sicherheit, Zeit und eine Chance, mich wieder aufzurichten.
Vielleicht können viele kleine Hände gemeinsam etwas tragen, das für einen einzelnen Menschen zu schwer geworden ist.
Ich bitte nicht darum, dass jemand mein Leben für mich trägt.
Ich bitte nur darum, mir zu helfen, den Boden unter meinen Füßen nicht vollständig zu verlieren, während ich versuche, wieder selbst auf meinen eigenen Beinen zu stehen.
Vielleicht kann daraus entstehen, was ich momentan so dringend brauche:
Sicherheit.
Ruhe.
Hoffnung.
Und irgendwann wieder ein Stück Normalität.
Ich möchte nicht für immer gerettet werden. Ich möchte nur die Chance, mich selbst wieder ins Leben zu kämpfen.
Von Herzen danke an jeden Menschen, der bis hierher gelesen hat.
Danke, dass du meine Geschichte hörst.
Danke, dass du mich ernst nimmst.
Danke für jeden einzelnen Cent, jeden Euro und jede Spende – unabhängig von ihrer Größe.
Danke für jedes Teilen, liebevolle Wort und jeden Menschen, der mir ein Stück Halt gibt.
Denn ich sehe nicht nur den Betrag.
Ich sehe den Menschen dahinter: die Seele, die Empathie, die Menschlichkeit, die Gedanken und die Bereitschaft zu helfen.
Und genau dafür bin ich von Herzen und aus tiefster Seele dankbar.
Vielleicht kannst du mir nicht alles abnehmen. Das verlange ich auch nicht.
Aber vielleicht kannst du ein kleines Stück dieser Last mittragen – damit ich mein Zuhause und genug zu essen habe, meine medizinische Aufklärung weiterführen und mich auf meine Genesung konzentrieren kann.
Damit ich irgendwann sagen kann:
„Ich habe es geschafft.“
Bis dahin …
Danke, dass du mich siehst.
Danke, dass du mich hörst.
Danke, dass du mich ernst nimmst.
Und danke für jedes kleine Stück Menschlichkeit, das mir auf diesem Weg begegnet.
Von Herzen,
Bella ❤️
